DIY VR-Racing Cockpit mit haptischem Feedback

Software

Wie schon beschrieben, hat man mit den Bassshaker das beste Erlebnis, wenn sie zusammen mit einer speziell für sie entwickelten Software verwendet werden. Die Software liest über die Feedback-Schnittstellen der Simulationen verschiedene Telemetriedaten aus und sendet dann Bass-lastige Audiosignale an die Shaker, die zu den Daten passen.

Für diese Aufgabe gibt es verschiedene Programme, die sich in ihrem Preis und Konfigurationsumfang unterscheiden.

SimVibe

Der Platzhirsch ist sicherlich SimVibe. Mit einer endlosen Anzahl an Konfigurationsmöglichkeiten kann es sehr individuell eingerichtet werden. Neben den allgemeinen Einstellungen, können für jedes Spiel, jede Rennstrecke und sogar jedes Auto Profile angelegt werden. Der „Live Lap Analyzer“ verfolgt deine Runde und optimiert die Einstellungen basierend auf den gemessenen Werten.

Das Tool schlägt allerdings mit 89,00 US$ (~78 Euro) auch etwas ins Portemonnaie. Die sehr individuellen Einrichtungsoptionen sind jedoch für mich auch das größte Kontra-Argument gewesen: Denn bevor es losgehen kann, muss man sich zunächst einarbeiten und es konfigurieren. Da das Tool weit verbreitet ist, findet man aber in den Sim-Racing Communitys in der Regel gute Hilfe, sollte man mal nicht weiter kommen. Doch der Zeitaufwand ist mir derzeit zu hoch, denn auch nach dem ersten Einrichten würde ich sicherlich noch einiges an Zeit damit verbringen, Testrunden zu fahren und Einstellung zu optimieren. Davor wollte ich mich selbst „beschützen“.

Sim Racing Studio

Das Gegenteil zu den komplexen Konfigurationsmöglichkeiten, ist Sim Racing Studio, welches ich derzeit auch verwende. Hier wählt man aus verschiedenen vorkonfigurierten Optionen sein Setup aus und kann anschließend über Schieberegler nochmal die einzelnen Kanäle und Effekte feinjustieren. Das schöne hierbei ist: „Es funktioniert einfach“. Weitere Pluspunkte sind der günstigere Preis von nur 39.95 US$ (~35 Euro) und ganz besonders, die Existenz einer kostenlosen Demo. Diese bietet den vollen Funktionsumfang, ist aber auf 5 Minuten pro Session (Rennen, Qualifying, Training etc.) begrenzt. Startet man die Session neu, funktioniert das Tool wieder für 5 Minuten.
Beim Testen der Demo hatte ich die Software in wenigen Minuten eingerichtet und saß schon kurz darauf im Cockpit. Mit den Effekten war ich sofort zufrieden, weshalb ich lediglich noch ein paar Minuten damit verbracht habe mit den Reglern zu spielen.

Sim Racing Studio, bietet keine Voreinstellung für meine 3-Shaker Konfiguration. Durch eine Rückfrage bei den Entwicklern erfuhr ich, dass für mein 3-Shaker Setup die beste Option das 6-Shaker Profil sei. Ich könnte einfach nur die Kanäle anschließen, die ich tatsächlich verwende. Mit dieser Konfiguration bin ich bisher auch gut gefahren.

Seit kurzem gibt es jedoch die Versionen 31 & 32, welche es erlauben über ein einfaches Regler-System eigene Profile anzulegen oder bestehende Profile zu bearbeiten. Auf der Webseite gibt es weitere Infos zu den Möglichkeiten.

Simshaker Wheels

Als dritte Alternative stößt man häufig noch auf das Programm „Simshaker Wheels“ mit dem „Bassshaker“-Addon, welches Zusammen für 3100 Rubel (~41 Euro) erworben werden kann. Auch hier existiert eine kostenlose Demo Version, die es erlaubt den vollen Funktionsumfang sechsmal für 20 Minuten zu testen.

Alle drei Lösungen unterstützen die bekanntesten Spiele wie Project Cars 1 und 2 oder Assetto Cosa, sodass man seine Entscheidung in der Regel nicht basierend auf der Spiele Unterstützung treffen muss.

Nachdem Hardware und Software nun geklärt ist, kommen wir auf der letzten Seite zum Fazit:

Weiter geht’s auf Seite 5: Fazit

This article has 1 comments

  1. Himmselbuster Antworten

    Toll, mal wieder was von Dir zu lesen! :)
    Schöner Artikel und sehr ausführlich beschrieben.
    Ich habe auch Buttkicker mit der Simshaker-Software im Einsatz, habe allerdings noch die Jet Seat Matte von Gametrix (https://andres.shop/) und neuerdings die ForceFeel Matte von Realteus (https://eu.realteus.com/products/forcefeel) im Einsatz.
    Der Vorteil dieser Matten ist, neben dem letztendlich günstigerem Preis, die einfache Verwendung und der vernachlässigbare Geräuschpegel!

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.