Microsofts „Digits“ – Finger Tracking ohne Data Gloves

Microsoft Research entwickelt derzeit ein neues Eingabegerät um mit Computer zu interagieren: Digits. Mit Digits ist es möglich mit dem Smartphone oder PC zu interagieren ohne zum Beispiel einen Data Glove tragen zu müssen.

Anders als bei vielen Systemen auf dem Markt muss auch kein Controller in der Hand gehalten werden.  „Digits“ trackt im Gegensatz zum STEM System oder PrioVR nicht die Position und Rotation der Hand, sondern die Position und Rotation der einzelnen Finger.  Das ganze ist als Armband Designed. Dies bringt den Vorteil, dass der kleine Tracking Bereich den Benutzer nicht stört. Dies ist derzeit einer der kritischen Punkte, wenn man Oculus Rift zusammen mit Leapmotion benutzt: Die Hände geraten zu schnell aus dem trackbaren Bereich.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Digits benötigt keine Sichtlinie oder Basis Station, es kann bequem überall benutzt werden und besteht nur aus handelsüblicher Elektro Hardware. Keine extravaganten Bauteile wurden verbaut. Neben vordefinierten Gesten wie Zeigen oder Faust können auch kontinuierliche Bewegungen wie das Bewegen des Fingers erkannt werden.

Anwendungen zusammen mit Oculus Rift sind natürlich naheliegend. Zusammen mit einem Tracking System wie PrioVR und dem Virtuix Omni kommen wir dem Holodeck immer näher. Das Vorstellungs-Video von Microsoft Research erklärt die Technik anschaulich und stellt verschiedene Beispielanwendungen vor:

Was haltet ihr von dieser Technik? Sehen wir hier die Zukunft oder ist das nur Schnickschnack?

Daniel Korgel

Geschrieben von

Ich bin Daniel Korgel und bin ein selbständiger Software Entwickler im Bereich Virtual Reality. Ich programmiere in meiner Freizeit schon sehr lange und bin gut unterwegs mit C# (& .Net), Java, HTML, PHP und MYSQL. Kenntnisse in C, C++ und Assembler sind aber auch vorhanden. Zudem arbeite ich derzeit auch an meinem Bachelor. In meiner Freizeit sammle ich alte Spielekonsolen und bin auch hin und wieder im Skatepark anzutreffen. Twitter: @DakorVR , @Bloculus_de| Xing: xing.com/profiles/Daniel_Korgel


6 Meinungen zu “Microsofts „Digits“ – Finger Tracking ohne Data Gloves

    • Das Myo kann allerdings nur Gesten erkennen und keine kontinuierlichen Bewegungen, geschweige denn detailierte Änderungen der Haltung der Finger etc.

      Design technisch ist das Myo natürlich viel ausgereifter, Digits ist ja noch ein Prototyp.

      • Keine kontinuierlichen Bewegungen? Im Video ist doch eindeutig zu sehen, dass die Parrot Drohne vollständig durch Myo gesteuert werden kann! Sensible Seitenbewegungen wie im Video zu sehen kann ich mir alleine durch Gesten nicht vorstellen!

        • Sorry, kontinuierliche Bewegung der Finger. Das bedeutet man kann nicht nur erkennen ob der Finger gerade gestreckt oder gekrümmt ist sondern auch alle möglichen Kombinationen dazwischen. Du erkennst mit dem Armband nur Gesten. (So wird es beworben) Du erkennst, dass er die Hand dreht, das die Geste für Links und Rechts, dass er dabei den Arm noch nach Links und Rechts bewegt ist nur Show. Beim Hoch/Runter Flug neigt er die Hand leicht nach oben und unten. Ferner werden in dem Video ansonsten nur Gesten Beispiele gezeigt, wenn das Armband kontinuierliche Bewegungen erkennen könnte, dann würde sie damit sicherlich mehr werben, da dies einige neue Bereiche eröffnen würde. Das Armband erkennt die Gesten anhand der Muskeln ohne zusätzliche Sensoren.
          Damit möchte ich nicht sagen, dass das Myo schlecht ist – im gegen teil ich bin ein Fan des Armbands-, aber filigrane Bewegungen der Finger können damit nicht erkannt werden. Es hat halt einen vollständig anderen Einsatzbereich als „Digits“.

    • wollte grad denselben link angeben XD , stimmt aber schon das diese art von eingabe wahrscheinlich weniger lags hat, aber ob sich die virtuellen finger auch in der richtigen positionen bringen lassen. ?!
      Immerhin erkennst das band die unterschiedlichen muskelstränge aber wie tief geht die erkennung, kann er erkennen wie stark sich ein finger krümmt ?

  1. Würden nicht einige Gesten, z:B. bei denen sich Finger überlagern (gekreuzte Finger), Probleme bereiten? Der Laser „sieht“ dann ja den hinteren Finger nicht mehr. Oder wird das dann durch die Fingerspitzenerkennung und den Verlauf der Bewegung erkannt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.