Flying in Dreams – Steuerung ausschließlich über Oculus Rift

Zum Niederknien, beim systematischen Durchforsten der empfehlenswerten Auflistung von Oculus Anwendungen auf riftenabled.com fiel mir ein Flugsimulator auf, den ich wegen der sehr niedrigen Versions-Nummer von 0.1 beinahe nicht angefasst hätte, dieser hat sich aber als absoluter Überhammer heraus gestellt.

Ich pflege Beispiele in Softwarepaketen zu sammeln und nach Durchsicht zu bewerten. Als Freund der nach oben-hin beschränkten 1-10 Bewertungsskala tragen die Beispielverzeichnisse die Startziffern von 01 bis 10. Flying in Dreams hat eine Elf bekommen…

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Warum?

Endlich kann ich fliegen. So fliegen, wie ich es mir von allen Flugsimulatoren, zuletzt MS Flight gewünscht habe, aber nie bekommen hab. Etwas mehr, als die Physik es erlaubt, aber nicht so viel mehr, als dass es sich nicht als glaubhaft anfühlt.

 

Man startet neben einer Chesna, steckt in einem Flightsuit, wie Base Jumper ihn tragen. Mit der Leertaste klinkt man sich aus und… …erlebt eine Steuerung, die einzig auf die Rift als Eingabemedium setzt, mal abgesehen von der Leertaste für den Neustart, der automatisch ausgelöst wird, wenn man über den Rand der Szene hinaussegelt oder wenn man mit dem Terrain kollidiert. Als einzige weitere Taste wäre da noch Strg, mit deren Hilfe man die Blickrichtung kalibrieren kann, um auch geradeaus zu fliegen, wenn man den Kopf nach vorne ausgerichtet hat.flying-in-dreams02

Die Steuerung ist wohl durchdacht und gerade so wenig übertrieben, das es glaubhaft bleibt, den Spaß aber ungleich vervielfacht. Man kann Kurvenradien fliegen, von denen man bisher nur geträumt hat, kann ganz kontrolliert Loopings fliegen oder Schrauben drehen, trotzdem kann man dabei noch immer herrlich präzise die steilen Gipfel genauestens anvisieren und umrunden. Die Übelkeit lässt lange auf sich warten, da muss man schon wirklich übertrieben in die Überschläge oder Pirouetten gehen. Doch selbst wenn die Übelkeit kommt, halb so schlimm, der Entwickler hat für die Rückbänkler detailverliebt eine Kotz-Tüte vorgesehen.

Fliegt man auf Gipfelhöhe, reduziert sich das Flugtempo auf Null und man schwebt über allem. Man das Gefühl in einem 360° Panorama zu sein, eine wirklich entspannende Meditation, aus der heraus den nächsten Sturzflug münden zu lassen immer wieder große Freude bereitet.

Das Potential des Spiels ist riesig, das Forum bordet über von kreativen Vorschlägen, Tunnel müssen her, mehr Landschaften, es sollte die Möglichkeit geben eigene Geometrie einladen zu können, ein Multiplayermodus… man darf gespannt sein. Ich bin es auf jeden Fall.

Nach einigen Minuten der Erholung, die mein elfjähriger Sohn natürlich sofort genutzt hat, um sich schnell die Oculus aufzusetzen und selbst zu fliegen, komm ich wieder ins Wohnzimmer und der Junge kniet auf dem Boden, als wolle er die Absolution erbitten. „Was machst du denn da?“ frage ich ihn und er meinte lakonisch „So isses einfach am geilsten!“

Zum Niederknien eben ;)

 Download Link: flyingindreams.com

Geschrieben von

Hallo, ich bin Markus, bin Multimedia Pionier, habe 1991 mein Herz für 3D-Animation entdeckt und in den Folgejahren so einiges entstehen gesehen. Den selben Flash, den mir 3D gegeben hat, habe ich Ende letzten Jahres noch einmal erlebt. Mit der Oculus Rift, sehr viel von dem, was wir in den letzten 2 Jahrzehnten produziert haben, schreit eigentlich nach der Oculus. www.pixelkontor.de und unsere Panorama Suite www.present4D.de


2 Meinungen zu “Flying in Dreams – Steuerung ausschließlich über Oculus Rift

  1. HOLY MOTHER OF GOD. Das macht bock. Ich glaub ich bin gestorben vor Spaß.
    MIIIEEEP. MEHR.

    Soviel zum ausruf. Ich finde die Demo sehr Spaßig. Ich hab mir den Tipp mit dem „auf die Knie!“ zu herzen genommen – und es hat sich gelohnt. Sieht zwar affig aus wie scheiße, aber macht auch spaß wie kaum was anderes. Aber Ja: Ein bisschen Map-desing hat die Demo nötig. Auf dauer wird das etwas langweilig. Ein Parcour, ein Paar mehr Maps und vllt ein Multiplayer würden – meiner Meinung nach – dem Spiel einen Letzten schliff geben. Ich geh mich jetzt entschwindeln. Schrauben gehen bei mir ja mal garnicht…

  2. Geil! Fühlt sich jetzt nicht wirklich wie ein Wingsuitjump an, sondern eher wie eine Achterbahnfahrt. Wie eine Achterbahnfahrt, in der man selbst die Schienen verlegt. Macht sehr viel Spaß, was noch toll wäre, wären verschiedene Areas zum Jumpen, die vor allem größer sind. Ansonsten aber schon perfekt!

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